Was geschah danach
Im September 1949 wird Adenauer Bundeskanzler. Ein Jahr
später ist die Remilitarisierung beschlossene Sache, jeder Widerstand dagegen
wird verfolgt. 1951 bereits stellt die Bundesregierung den Antrag auf
Feststellung der Verfassungsfeindlichkeit der KPD. Willi Dickhut arbeitet in
dieser Zeit zunächst in der Kaderabteilung NRW, später in der zentralen
Kaderabteilung der KPD. Deutlich wird, wie eng die Zusammenarbeit mit der
Kaderabteilung „West“ der SED war. Schon damals kam es dort zu bürokratischen
Fehlern bei der Kaderbehandlung. Seit Mitte 1952 ist der Verfasser als
1.Kreissekretär in Solingen tätig. Es gelingt, verlorenen Einfluß der KPD in
den Betrieben zurückzuerobern und eine Aktionseinheit mit der SPD auf
kommunaler Ebene einzugehen.
Am 17.August 1956 wird die KPD verboten. Die illegale Arbeit erschwert die notwendige innerparteiliche Diskussion. Und das in einer Situation, in der die KPD ohne Zögern die revisionistische Linie der KPdSU, die auf dem XX. Parteitag im Februar 1956 von Chruschtschow verkündet worden war, übernimmt. Willi Dickhut teilte den Standpunkt der KP Chinas, dass hier der Sozialismus verraten wurde, was 1966 zum Ausschluß aus der Partei führt. Für Willi Dickhut steht fest: Die Entartung der KPD bzw. DKP macht den Aufbau einer neuen marxistisch-leninistischen Partei notwendig, und er unterstützt diese Aufgabe mit ganzer Kraft.

