Marxismus und Fragen der Sprachwissenschaft

Stalin setzt sich in dieser Artikelserie konkret mit dem spannenden Phänomen Sprache auseinander. Darüber hinaus kritisiert er bürokratische Erscheinungen und Tendenzen in der Sowjetunion sowie Erscheinungen einer kleinbürgerlichen Autoritätsgläubigkeit, Personenkult usw. Sie ist eine der letzten Arbeiten von Stalin und gibt Einblick in die Auseinandersetzung in den frühen 1950er Jahren.

Ein Auszug: „Sie (die Sprache) ist nicht von einer einzelnen Klasse geschaffen worden, sondern von der ganzen Gesellschaft, von allen Klassen der Gesellschaft, durch Bemühungen Hunderter von Generationen. Sie ist geschaffen worden, um die Bedürfnisse nicht einer einzelnen Klasse, sondern der ganzen Gesellschaft, aller Klassen der Gesellschaft zu befriedigen. Eben darum ist sie als eine für die Gesellschaft einheitliche und allen Mitgliedern der Gesellschaft gemeinsame Sprache des gesamten Volkes, als eine Gemeinsprache geschaffen worden. Infolgedessen besteht die dienende Rolle der Sprache als Mittel des menschlichen Verkehrs nicht darin, einer Klasse zum Nachteil anderer Klassen zu dienen, sondern darin, der ganzen Gesellschaft gleichermaßen zu dienen. Daraus erklärt sich denn auch, dass die Sprache sowohl einer alten, sterbenden Gesellschaftsordnung als auch einer neuen, aufsteigenden Gesellschaftsordnung, sowohl einer alten als auch einer neuen Basis, sowohl den Ausbeutern als auch den Ausgebeuteten dienen kann.“ (S.4 )

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61 Seiten

Preis: 2,00 €


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